Sind Sie manchmal unzufrieden mit KI-generierten Antworten? Und verbringen Sie mehr Zeit, als Ihnen lieb ist, mit dem Überarbeiten und Anpassen von KI-Texten? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Prompts in wenigen Schritten optimieren können, damit die Ergebnisse sofort im Unterricht einsetzbar sind.
Die fünf goldenen Regeln des richtigen Promptens
Wenn Sie diesen Prompt in ein KI-Sprachmodell eingeben, erhalten Sie zwar umgehend ein Ergebnis, doch dieses bleibt aufgrund fehlender Leitplanken wie Zielgruppe, Niveau oder Fachkontext meist oberflächlich und muss von Ihnen nachträglich mühsam angepasst werden. Ohne präzise Angaben zu Rolle und Inhalt gleicht die Antwort einem Glücksspiel.
Damit auch Ihnen gute und zielführende Prompts gelingen, geben wir Ihnen die fünf goldenen Regeln des richtigen Promptens an die Hand:
1. ROLLE ▼
Beschreiben Sie, aus welcher Perspektive die KI arbeiten soll: Fachlehrer, Differenzierungsexperte, Klassenarbeit-Designer oder Elternbrief-Assistent.
„Du agierst als erfahrener Biologielehrer an einer Oberschule, der darauf spezialisiert ist, komplexe Themen schülergerecht und motivierend aufzubereiten.“
2. KONTEXT ▼
Beschreiben Sie den pädagogischen Kontext, also die Zielgruppe, Klassenstufe, das Niveau sowie besondere Bedürfnisse.
„Deine Zielgruppe ist eine 7. Klasse mit sehr unterschiedlichem Vorwissen; berücksichtige dabei besonders zwei Schüler mit Förderbedarf Sprache (DaZ).“
3. AUFGABE & INHALTE ▼
Formulieren Sie Ihre Aufgabe und die gewünschten Inhalte so präzise wie möglich, inklusive Einschränkungen und Grenzen.
„Entwirf einen 45-minütigen Unterrichtsentwurf zum Thema ‚Zellaufbau‘, der einen spielerischen Einstieg und eine kurze Erarbeitungsphase mit Mikroskopen enthält.“
4. AUSGABEFORMAT ▼
Legen Sie fest, wie das Ergebnis präsentiert werden soll. Je klarer das Format, desto weniger Nacharbeit ist nötig (z. B. Tabelle, Liste, Fließtext).
„Gib den Verlaufsplan als übersichtliche Tabelle mit den Spalten ‚Phase‘, ‚Dauer‘, ‚Sozialform‘ und ‚Medien‘ aus und füge am Ende eine Materialliste hinzu.“
5. DIALOG ▼
Gutes Prompten findet oft durch einen Dialog statt. Statt neu anzufangen, schärfen Sie das Ergebnis durch präzise Rückmeldungen nach.
„Zusatzaufgabe für schnelle Schüler ergänzen.“
„Infotext für DaZ-Lerner vereinfachen.“
„Tabelle um Spalte ‚Lernziel‘ erweitern.“
Wie sieht unser überarbeiteter Prompt nun aus? Klicken Sie auf „Starten: Rolle“, um mit dem Ausformulieren des Beispiels zu beginnen:
Beispiel: Gute Prompts machen den Unterschied!
Aber wie groß ist der Unterschied wirklich? Hier finden Sie den Beweis, dass sich gutes Prompten lohnt. Stellen Sie sich vor, Sie sind Berufsschullehrer und wollen mit ihren Schülern das bisherige Wissen überprüfen. Welche Antwort können Sie eher und ohne umfangreiche Nachbearbeitung im Unterricht einsetzen?
Hinweis: Nicht in jedem KI-Modell können Sie unbegrenzt Materialien in allen Dateiformaten wie .docx oder .pdf erstellen. Bitte beachten Sie die Datenschutzregeln und geben Sie keine personenbezogenen Informationen in KI-Sprachmodelle ein. Mehr Infos dazu finden Sie hier unter "Rechtliche Hinweise" -- "Datenschutzrecht".
Noch schneller zu guten Prompts: der KAI-Assistent
Gute Nachrichten für die, die es besonders eilig haben oder sich ohne Vorkenntnisse im Prompten ausprobieren wollen: Im KAI, dem kostenlosen KI-Tool für sächsische Lehrkräfte, gibt es einen Assistenzmodus mit vorgefertigten Prompts, die Sie direkt für Ihre Unterrichtsvorbereitung nutzen können. Die Anleitung für den Schnellstart gibt's hier:
Material & Tipps
Sie benötigen mehr Tipps für gute Prompts oder zusammengefasste Handouts für Text- und Bild-KI? Dann werden Sie auf der KI-Seite von MeSax fündig.

